Die Folgen

Wirbelkörperfrakturen

Wirbelkörperkompressionsfrakturen (=Wirbeleinbrüche)können verursacht werden durch ein Trauma (z.B. Sturz), durch Krebserkrankungen (Multiples Myelom, Wirbelkörpermetastasen) oder aufgrund von Osteoporose.

Wirbeleinbrüche sind bei Osteoporose häufig.
Sie können auf zwei verschiedene Arten entstehen:

  • ohne ein traumatisches Ereignis, als chronische Sinterungsfraktur: der geschwächte Knochen kann vom Druck des Körpergewichtes oder durch alltägliche Belastungen über mehrere Monate allmählich einsinken.
  • als akute Fraktur in Folge eines Sturzes oder einer Belastung wie Heben, Beugen oder Drehen.

Folgen der Wirbeleinbrüche

Etwa ein Drittel aller Wirbelkörperfrakturen sind klinisch auffällig. Es kommt akut zu heftigen Schmerzen. Nach dem Bruch eines Wirbelkörpers steigt das Risiko für weitere Frakturen. Folgen multipler Wirbelkörperfakturen sind oft:

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Rundrücken
  • Erhöhte Sturzgefahr
  • Sturzangst
  • Bewegungseinschränkungen bis zur körperlichen Behinderung im Alltag
  • Leistungsverlust und Inaktivität
  • Atemprobleme durch Verlust der Vitalkapazität
  • Verlust an Lebensqualität und persönlicher Unabhängigkeit
  • Soziale Isolation

Erkennen von Wirbeleinbrüchen

Wenn Patienten unter Rückenschmerzen klagen, kann dies verschiedene Ursachen haben. Um zu erkennen, ob die Rückenschmerzen von einer Wirbelfraktur verursacht werden, ist eine Röntgenaufnahme das schnellste und einfachste Mittel. Häufig werden Wirbelkörperfrakturen nicht erkannt.

Therapie nach Wirbeleinbruch

  • Medikamentöse und nicht-medikamentöse Schmerztherapie
  • Medikamentöse Therapie der Osteoporose, etc. inklusive ausreichender Vitamin D3- und Kalziumversorgung
  • Rasche Remobilisierung, üben von notwendigen Alltagsaktivitäten
  • ev. Verordnung von Gehhilfen und weiterer Hilfsmittel
  • Reduktion der Rundrückenbildung durch Übungen und unter Zuhilfenahme von speziellen Orthesen
  • Verbesserung der Muskelleistung (Kraft und Ausdauer)
  • Balance-Retraining
  • Ernährungs- und Lebensstilberatung

Operative Behandlungsmöglichkeiten bei schmerzhaften Wirbeleinbrüchen

Ergänzend zu den oben erwähnten Massnahmen kann nach einem akuten Wirbeleinbruch versucht werden, mittels Zement den Einbruch zu stabilisieren.
Um das best mögliche Ergebnis erzielen zu können, sollte man frühzeitig mit dem Arzt die individuellen Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Bestimmte Therapien können nur in einem frühen Stadium des Bruchs effizient helfen. Denn frische Frakturen bieten eine ideale Voraussetzung für eine optimale Rekonstruktion des Wirbelkörpers. z.B. mit der Ballonkyphoplastie.

Ballonkyphoplastie 

Bei dieser weiterentwickelten minimalinvasiven Technik wird mit Hilfe von zwei Ballons der Wirbelkörper in die nahezu ursprüngliche Form aufgerichtet. Gleichzeitig wird durch die Ballons ein Hohlraum hergestellt, der nach Entfernung der Ballons das sicherere Einbringen von hochviskosem Zement unter geringem Druck ermöglicht. Das führt fast immer zur sofortigen Schmerzlinderung, zur Aufrichtung und Stabilisierung der Wirbelsäule. Durch diese Ballontechnologie kann die Sicherheit beim Einbringen des Zementes deutlich erhöht werden.

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Ein weiteres Verfahren stellt die Vertebroplastie dar.

Vertebroplastie

Bei diesem minimalinvasiven chirurgischen Eingriff wird flüssiger Zement unter hohem Druck in den gebrochenen Wirbelkörper eingespritzt. Es werden gute Ergebnisse hinsichtlich Schmerzlinderung erzielt.

Armbrüche, Rippenbrüche und andere Frakturen

Als Folge von Stürzen aus Körperhöhe kann es zu Arm,-Rippen,-oder anderen Brüchen kommen. Häufig ist hier Osteoporose Mitursache.

Hüftnahe Frakturen

Der Oberschenkelhalsbruch ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen der Osteoporose. Operation und Krankenhausaufenthalt sind hier die Folge. Ältere Menschen können dauerhaft behindert und pflegebedürftig bleiben. Komplikationen nach einem Oberschenkelhalsbruch führen bei jedem fünften Patienten zum Tod.

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